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Re: [luga] plan9



> 
> ich glaub(IANAL)
> das heiszt ungefaehr so viel wie das sie jegliche weiterentwicklung
> wieder unter anderer lizenz weiterverkaufen duerfen usw.
> Aber ich hab nix gefunden was die lebensdauer der OSS lizenz
> selbst einschraenkt. 

hab ich auch nicht, bin aber kein Jurist.
 
> Und ich glaub z.B. nicht das es besonders schaedlich
> ist, wenn irgendeine firma sich einbildet den aktuellen linux source
> hernimmt und nur kommerziell verkauft (was sie wegen der GPL ja nicht duerfen,
> bei plan9 duerft lucent das jedoch), weil man ja trotzdem noch den original
> source weiterveraendern, weiterentwickeln und verteilen darf.

Die Frage ist, wenn Lucent den Plan9 Code wieder NonOpen setzt, ob dann
eine 2.Schiene basierend auf dem letzten OpenSource Release erlaubt ist.

> Hab fuer weiterentwicklung in reine opensource richtung da kaum bedenken..
> alles was man verliert ist das 100%ige wissen das der eigene code nie
> von anderen benutzt wird um durch etwas geld zu machen was nicht allen
> zugaenglich ist..

Ich denk da an einen Artikel von Eric Raymond, wo's drum geht warum Leute
zu OpenSource Projekte beitragen oder sie gruenden, da geht's auch um
Anerkennung. Bei Plan9 (sowie auch bei QT) ist es eben die Firma, und
deren angestellte Entwickler, die diese Anerkennung bekommen. Im Falle von
Linux wissen sicher die meisten, dass nicht Linus alleine alles (von der C
- Lib bis zum Gnome Desktop ) geschrieben hat.
Das ist vielleicht ein unwichtiger, emotionaler Unterschied, der ist aber
einer der Grosstriebfedern der Opensourcegemeinde.

> dein eigener code, und die codebasis zu der du beigetragen hast bleibt
> aber trotzdem frei.

so weit ich's versteh ja.
 
> das hast du aber in gewissem masze bei aktuellen distributionen auch schon,
> denn die buendeln ja mit kommerzieller software, und bieten dann nur teile
> auf den ftpservern an. Trotzdem lebt sichs sehr gut ohne dieser software... ;)
> (auf linux bezogen).

Desswegen freut sich auch Debian grosser Beliebtheit.

> Ausserdem kann man das ganze recht schnell untermauern wenn man zwar plan9
> unter der plan9 license laeszt, aber ne eigene distribution macht,
> und weiterentwickelt, in der der kernel auf erweiterungen aus GPLter software
> zurueckgreift.. die ganzen kernel interface tools (init, klogd,syslogd,ps,ich
> kann ja bis jetzt nur raten,...) unter GPL. Neue interfaces schaffen und
> auf userspace seite GPLn usw... das ist dann recht schnell ein OS wo sie mitm
> kernel allein, mit dem sie alles lizenzmaeszig machen koennen, nicht viel
> machen koennen.

Ist richtig. Dazu muss Plan9 aber schon sehr viel attraktiver als Linux
sein, um das Developerpotential sich zugaenglich zu machen.
 
> ich hoff halt ich hab die klausel wo einem jegliche rechte entzogen werden
> koennen nicht uebersehen...

Ich persoenlich wuerde es als wohltuend empfinden, wenn Lizenzen auch
"human readable" Beitexte beinhalten, die den Sinn und Zweck der Lizenz
umreissen. Ich kann Gesetzestexte nicht ausstehn.

gr. matthias




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September 2010